Ori and the Will of the Wisps Test

  • Gameplay
  • Game Design
  • Grafik und Sound
  • Story
  • Umfang

Ori and the Will of the Wisps, der zweite Ableger der Ori Reihe von Moon Studios, war sofort dem Release am 10. März 2020 ein voller Erfolg, mit über 15.000 Spielern am ersten Tag, und über 40.000 Spielern nach knapp zwei Wochen. Der Hype auf den langersehnten Nachfolger von Ori and the Blind Forest war groß, doch wird der Metroidvania-Platformer wirklich den Erwartungen gerecht? Das erfährt du hier!

Bildquelle: Spiel

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In Ori and the Will of the Wisps spielt man den kleinen Waldgeist Ori, auf der Suche nach seiner Freundin Ku der Eule, die bei einem gemeinsamen Flug in einem Wald abstürzte. Auf dem Weg seine Freundin zu retten muss sich Ori durch verschiedene gefährliche Gegner, verwinkelte Gebiete und komplizierte Rätsel kämpfen, trifft neue Freunde, bekommt neue Fähigkeiten und wird in eine Geschichte hineingezogen, die viel größer und berührender ist, als erwartet.

 

Gameplay – 4.5

Der Wichtigste Aspekt für die meisten Spieler ist das Gameplay. Wie bei allen Platformern ist steht das Movement im Vordergrund, und das ist bei Ori hervorragend. Mit jeder Fähigkeit wird das Moveset in kreativer Weise erweitert, wobei einige davon schon aus Ori 1 bekannt sind, es aber auch viele neue gibt. Diese können auch beliebig hintereinander kombiniert werden, sodass Ori sich gegen Ende des Spiels sehr schnell und unaufgehalten von Hindernissen bewegt, meistens auch ohne den Boden zu berühren. Mit den neuen Movesets wird es nie langweilig und sogar immer spaßiger, je weiter man sich im Spiel durchkämpft.

Um auch gleich bei den Fähigkeiten zu bleiben, davon gibt es haufenweise, und viele verschiedene. Wie in Ori 1 gibt es Fähigkeiten, die den Kampf oder das Movement verbessern. Einige steigern die Verteidigung oder den Angriff, wie man es klassisch aus Videospielen kennt. Einige innovative andere Fähigkeiten gibt es aber auch, die man im Laufe des Spiels entweder freischaltet oder kaufen kann.

Eine Neuerung in Ori and the Will of the Wisps ist, dass alle Upgrades und Fähigkeiten jetzt bei Händlern gekauft werden müssen, anstatt an einem selbst erstellten Checkpoint. Die Händler kann man auf der Reise von Ori treffen, und versammeln sich im Laufe des Spieldurchlaufs auf der Lichtung, dem Hub des Spiels. Diese sehr charmante Mechanik ist ein wichtiger Aspekt des Spieles, wenn man so möchte. Man kann die Lichtung im Laufe der Zeit verschönern und verbessern, es ziehen mehr NPC’s und Händler ein und man kann sich eine eigene kleine Heimat aufbauen.

Zwei weitere Aspekte des Spieles sind die Kampfschreine und Rennen. In jedem Spielgebiet gibt es einen Schrein, an dem man sich im Kampf gegen mehrere Wellen von Gegnern beweisen muss. Als Belohnung gibt es reichlich Licht, die Währung im Spiel, und einen weiteren Platz für Splitter, also für anlegbare Fähigkeiten und Effekte. Die Rennen bieten eine kleine Herausforderung für die ehrgeizigen Spieler, oder für angehende Speedrunner. Hierbei wird vom Spiel ein Start- und Endpunkt vorgegeben, die Strecke dazwischen muss unter einer bestimmten Zeit zurückgelegt werden, um eine kleine Belohnung an Licht abzustauben. Dazu gibt es noch die Möglichkeit, die Strecke zu wiederholen und gegen andere Spieler anzutreten, und sich auf einem globalen Leaderboard zu messen.

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Game Design – 4.5

Das Spielerlebnis von Ori wird definitiv vom Game Design komplimentiert. Die Welt ist in mehrere Gebiete aufgeteilt, alle mit ihren eigenen Themen, Gegnern und Mechaniken, alle komplett unterschiedlich und kreativ, sodass es nicht langweilig wird. Es wird dabei nicht vorausgesetzt, die Gebiete in einer gewissen Reihenfolge zu durchqueren, in jeder Welt gibt es Geheimnisse, verborgene Gänge oder Rätsel, die Fähigkeiten aus anderen Gebieten benötigt. So bekommt man ein Gefühlt von Fortschritt, da man mit jedem neuen Gebiet andere Aspekte in anderen Arealen aufdecken kann.

Eine Mechanik die in einem Ori Spiel nicht fehlen darf sind die gescripteten Verfolgungsjagden, die immer wieder passieren. Diese sind unglaublich spannend und aufregend, auch wenn sie manchmal etwas schwieriger und stressiger sind als der Rest des Spiels.

Generell kann man über das Game-Design seitenweise positives schreiben, jedoch möchten wir hier nichts vorwegnehmen, denn jeder soll selbst die Welt von Ori entdecken.

 

Grafik und Sound – 5

Der wahrscheinlich meist gelobte Aspekt von Ori ist die Grafik und das Sound-Design. Und das, unserer Meinung nach, zurecht. Die Grafik ist von sehr hoher Qualität, alles fühlt sich belebter Teil einer mystischen Welt an. Viel wird mit den verschiedenen Ebenen des Hintergrund und Vordergrund gearbeitet, wobei sich teilweise auch Objekte und Figuren von einer Ebene in eine Andere bewegen, was dem Spieler das Gefühl gibt, die Welt sei wirklich echt, es spielt sich nicht alles in der Ebene des Spielers ab. Weiterhin kann die Farbwahl und die Effekte komplimentiert werden, jedes Gebiet hat eine eigene passende, kräftige Farbpalette und schöne Effekte, die jedem Gebiet eine andere Atmosphäre verleiht.

Die Atmosphäre hängt auch stark von der komponierten Musik ab, die jedem Gebiet eine andere Stimmung verleiht. Besonders hervorzuheben ist der Kontrast zwischen Kampfmusik, Musik, die die Erforschung von Gebieten begleitet, und der Musik auf der Lichtung und anderen gefahrlosen Gebieten, die sofort Sicherheit und Geborgenheit vermitteln. Auch der Soundtrack der Cutscenes ist perfekt abgestimmt und lässt einen in die Geschichte eintauchen.

Die Soundeffekte sollten auch nicht außer Acht gelassen werden. Diese sind eindeutig und befriedigend, vom Entdecken eines Geheimnisses bis hin zum Töten von Feinden. Alles hört sich magisch an.

Allgemein ist die Grafik und das Sounddesign eines der besten Features von Ori and the Will oft he Wisps, und Moon Studio hat wieder einmal bewiesen, dass sie diesen Aspekt auf jeden Fall beherrschen. Hut ab, Gareth Coker (Composer für Moon Studios).

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Story – 4.5

Von Beginn an kann gesagt werden, die Geschichte von Ori ist keine glückliche. Schon mit der ersten Cutszene wird man in eine düstere, verlorene Welt geworfen, allein und schwach, auf der Suche nach Ku, Ori’s Eulenfreundin. Die Hauptgeschichte wird hauptsächlich durch kleine Sequenzen erzählt, die einen immer wieder zu Tränen rühren. Sie ist mitreißend aber auch sehr real und nicht verschonend, und es lohnt sich definitiv, sie bis zum Ende mitzuerleben.

Die Nebenquests sind ein netter Zusatz für das Spiel. Wenn man nicht für die 100% geht, kann man sie gekonnt ignorieren, jedoch geht dann ein wenig des Charmes verloren. Die meisten der Nebenquests kommen von den Moki, kleine Lemuren die überall in der Welt und auch auf der Lichtung verstreut sind, und wenn man diese weiter aufbaut, auch dort einziehen. Die meisten Aufgaben sind sehr simpel, wie zum Beispiel Gegenstände finden, jedoch sticht eine der Quests besonders hervor, da sie sich durch das ganze Spiel zieht.

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Umfang – 4

Das Spiel kann in den Schwierigkeitsgraden Einfach, Mittel und Schwer durchgespielt werden. Dies und die Entscheidung, ob man nur die Hauptstory durchspielen möchte oder auf die 100% geht, hat einen großen Einfluss auf die Spieldauer. Beispielsweise kann, aus eigener Erfahrung, ein Durchlauf auf Einfach und 100%, um die 20 Stunden dauern. Wer das Spiel kennt, oder sich zügig anstellt., kann es aber auch locker unter 10 Stunden schaffen. Ein besonders reizender Erfolg kann erreicht werden, in dem das Spiel unter vier Stunden durchgespielt wird. Dieses und weitere Achievements, die das Durchspielen ohne Upgrades oder Tode belohnt, machen den Wiederspielwert aus. Ansonsten, außer das Spiel auf einem höheren Schwierigkeitsgrad zu spielen oder mehr der Nebenquests zu machen, gibt es eigentlich keinen weiteren Grund, Ori nochmals auf die Reise zu schicken.

Natürlich gibt es aber immer die Möglichkeit, das Spiel mit seinen liebenswerten Charakteren, der wunderschönen Welt und dem spaßigen Movement einfach noch einmal erleben zu wollen, was für dieses Meisterwerk ein absolut legitimer Grund ist.

Fazit

Allgemein ist Ori and the Will of the Wisps ein perfektes kleines Metroidvania, mit einer wunderschönen Welt und einer mitreißenden Atmosphäre. Das Spiel bietet stundenlangen Spaβ für jede Art von Spieler, ob Speedrunner oder 100%-Liebhaber. Egal wie man es genieβt, das Movement, der Sound und die Grafik, welche das Spiel zu etwas besonderem machen, bleiben immer in Vordergrund.

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Heiß diskutiert

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    Zocki says:
    Wirklich guter Beitrag! Der Ersteller hat auf jeden Fall Ahnung von der Materie! Freue mich auf zuk...

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