7 Fehler die du beim Streamen machst

Viele, die mit dem Live Streamen anfangen, sei es auf Youtube, Twitch oder Mixer,  hoffen auf das schnelle Geld in Form von Subs, Cheers, Donations oder was es sonst noch so gibt. Oft wundern sie sich jedoch, warum ihre Zuschauerzahlen hinter den Erwartungen bleiben. Man darf es nicht als zu selbstverständlich nehmen, das die Zuschauer von allein kommen. Streamen allein reicht in der heutigen Zeit nicht mehr. Vor 5-6 Jahren, als Streaming aufkam, ging das noch. Da konnte man einfach den Stream anwerfen und die Leute kamen. Heute allerdings bedarf es mehr als das reine Streamen.

 

Du machst nicht auf dich aufmerksam

Die meisten, die heute anfangen zu streamen, geben jede Menge Geld aus, um ihren Stream perfekt aussehen zu lassen, ein schickes Overlay oder Logo entwerfen zu lassen. Doch kümmern sie sich nicht darum, wie sie an die Zuschauer kommen. Wenn man anfängt mit streamen, hat man keine Viewer, die einem zusehen. So ist man in der Liste ganz unten, denn die Standardsortiertung von Twitch zeigt immer die Streamer mit den meisten Zuschauern ganz oben an.

Twitch hat den Nachteil, das es kaum Möglichkeiten bietet, zufällig  gefunden zu werden. Man muss auf sich aufmerksam machen und sich vermarkten.

Und da kommt Social-Media ins Spiel. Regelmäßig auf Twitter, Instagram und Co einen Post verfassen bringt unglaublich viel. Aber keine automatisierten Nachrichten, sondern individuell erstellte Tweets oder Storys helfen dabei, den Bekanntheitsgrad zu erhöhen und neue Zuschauer zu generieren. Nicht nur „Ich bin live“ Postings, sondern auch alltägliche Dinge interessieren die Menschen. Fragen, Bilder wenn man unterwegs ist oder auch Meinungen sind gefragt. Auf Twitter ist es wichtig, Diskussionen anzuregen und Unterhaltungen zustarten. So wird ein Streamer nahbarer.

Viele Streamer, die heute groß sind, haben mit Youtube angefangen. Es ist also von Vorteil, wenn man bereits eine Base hat und diese mit zu einer Streamingplattform nimmt. Regelmäßige Streamhighlights zu schneiden und hochzuladen macht viel aus.

 

Du kümmerst dich nicht um deine Fans

Streaming lebt nicht allein vom produzierten Content. Als Let’s Plays noch in ihren Anfängen steckten, reichte es aus die Videos aufzunehmen und für die Welt zu veröffentlichen. Kommentare waren die einzige Form mit seinen User zu interagieren. So linear läuft es auf Twitch und Mixer schon lange nicht mehr. Vor einigen Jahren stand noch das Game selbst im Mittelpunkt, heute ist es die Persönlichkeit des Streamers. Die Zuschauer kehren immer wieder zu ihrem Lieblingsstreamer zurück, weil sie sich wertgeschätzt und eingebunden fühlen. Die Interaktion geht weit über Social Media hinaus.

Deine Fans machen dich als Streamer erst zu dem, was du eigentlich bist. Das solltest du dir immer ins Bewusstsein rufen. Gib deinen Followern das Gefühl deinen Stream mitgestalten zu können, dann werden sie dir auch etwas zurückgeben. Twitch lebt besonders von den intimen Momenten (nein, nicht was du jetzt denkst) zwischen Zuschauer und Streamer. Lerne deine Zuschauer kennen. Investiere etwas Zeit darin sie kennenzulernen und ihre Geschichte zu erzählen und teile ein paar persönliche Momente mit ihnen. Hast du das Gefühl deine Zuschauer zu kennen? Kenn sie dich? Dann werden sie auch auf jeden Fall wiederkommen.

 

Du kennst deine Plattform nicht gut genug

Es wichtig, das du weißt, welche Möglichkeiten dir die Plattform bietet, auf der du Streamen möchtest. Es gibt allerlei Funktion die Twitch zum Beispiel selbst bietet. Hosten, Raiden sind nur zwei dieser Funktionen. Bits und Subs tragen dazu bei, das der Streamer entlohnt wird, bei dem was er tut. Es gibt aber auch noch Erweiterungen, die mehr Interaktionen fördern. Zuschauer können beispielsweise animierte Sticker auf den Bildschirm zaubern. Es gibt fast keine Grenzen. Finde Entwickler und Programmierer können zu dem noch eigene Erweiterungen implementieren und so ihren Stream individualisieren und einzigartig machen. Lerne also deine Plattform kennen, damit du weist, welche für Möglichkeiten dir offen stehen.

 

Lass dich nicht hosten – Sei der Host

Viele Anfänger machen den Fehler sich zu sehr auf Hosts zu verlassen. Hosts sind nicht prinzipiell schlecht. Du solltest aber auch regelmäßig selbst in die Rolle des Hosts schlüpfen wenn du deine Reichweite erweitern möchtest. Denn als Host hast du fast nichts zu tun. Du profitierst aber auf der Fanbase des Streamers den du einlädst, denn seine Fans kommen auch zu dir. Dass du dich nicht großartig um die Contentproduktion und Interaktion mit den Zuschauern kümmern musst, ist ein weiterer Vorteil.

Selbst Gast zu sein, kann zwar helfen anfängliche Aufmerksamkeit auf dich zu lenken. Die Ergebnisse sind leider nur von kurzer Dauer. Die Zuschauer werden immer zu dem Channel zurückkehren der ihnen guten Content geliefert hat. Darum profitiert der Host selbst immer am meisten.

 

Du bist nicht regelmäßig live

Die Regelmäßigkeit ist das A und O. Damit die Leute wieder kommen, brauchst du eine Gleichmäßigkeit. Es ist sinnvoll einen Streamplan auszuarbeiten. Welche Tage möchtest bzw kannst du streamen? Welche solltest du für private Dinge freihalten? Wie lange möchtest du streamen? Man sollte natürlich nicht die Arbeit, welche viele noch haben, beeinträchtigen. Wichtig ist auf jeden Fall, das man seiner Community sagen kann, wann man wieder live ist und wann nicht.

 

Du bist zuviel live

Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen, das man nicht zu viel Zeit in einen Stream stecken sollte. Man kann dies zwar tun, aber so kommen auch andere Sachen zu kurz. Um Größer zu werden, muss man vorallem Beständig sein. Wenn man beispielsweise 3 mal in der Woche streamt, hat man noch genügend Zeit, Social Media zu betreiben, eventuell auch ein Highlight Video für Youtube schneiden. So baut man Reichweite auf und man hat das Gefühl, man macht etwas produktives.

Man sollte aber nicht sein Privatleben vergessen. Oft ist es schon vorgekommen, das Beziehungen zerbrochen sind, weil der Partner zuviel Zeit in den Stream gesteckt hat. Oder man wird gekündigt und man muss zusehen, wie man sich ernährt und seine Wohnung behält.

 

Du machst nicht dein eigenes Ding

Mach dein eigenes Ding! Es ist wichtig, nicht das zu machen, was andere wollen, sondern worauf DU lust hast. Denn das lässt dich authentisch wirken. Wenn du auf ein Spiel keine Lust hast, spiele es nicht. Wenn dich ein Spiel interessiert, auch wenn es gerade im Hype ist, dann spiele es! Wenn dich ein gehyptes Spiel nicht interessiert, musst du auch nicht auf den Hype mit aufspringen. Sei einfach du selbst. Verstell dich nicht! Die Zuschauer merken das, wenn man sich verstellt.

 

Denkt also nicht, einfach nur Streamen und das große Geld wartet auf euch. Man muss ein dickes Fell haben und Durchhaltevermögen beweisen, um dorthin zu kommen, wo andere bereits sind.

 

Über unseren Autor

Simon – „xlTheCrow“ ist unser Experte wenn es um Streaming geht. Twitch ist sein zweites Zuhause und ihr seid herzlich eingeladen ihm mal einen Besuch abzustatten.

 

 

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