Entertainment
Trend

Das Damengambit: Zwischen Emmy und Klage

Das Damengambit (orig.: The Queen’s Gambit) ist die erfolgreichste Mini-Serie auf Netflix. Mit dem nostalgischen Flair und einer einzigartigen Thematik, erinnert die Serie zurecht an die ebenfalls erfolgreiche Serie „Mad Men“. Beide Serien thematisieren die Emanzipation starker Frauen.

Nun darf sich die Miniserie zwischen den Emmy Preisträgern einreihen. Nur einer Person ist dabei nicht zum mitfeiern. Nona Gaprindaschwili aus Georgien ist Schachgroßmeisterin. Sie verklagt Netflix jetzt auf 5 Millionen Dollar wegen einem Satz.

Nona Gaprindaschwili bei einem Schachturnier

In der finalen Folge der Serien spielt „Beth“ ihr bedeutendstes Turnier in Moskau. Ein Kommentator sagt über ihr Spiel:

Das einzig Ungewöhnliche an ihr ist ihr Geschlecht, doch in Russland nichts außergewöhnliches. Nona Gaprindaschwili ist Weltmeisterin bei den Frauen, spielte aber noch nie gegen Männer.

„Das Damengambit“ – Folge 7 „Endspiel“ – Netflix

Nona Gaprindaschwili ist heute 80 Jahre alt und spielt immer noch regelmäßig Schach. Bereits mit 20 Jahren verdiente sie sich den Titel als Schachweltmeisterin. Sie war die erste, vom Verband Fide, ernannte Schachgroßmeisterin. Auf dem Weg dahin besiegte auch zahlreiche Männer.

Das Damengambit erzählt eine ähnliche Geschichte. Deswegen überrascht es auch nicht, dass Gaprindaschwili irgendwann in der Serie erwähnt werden muss … als Russin. Zur Zeit des Kalten Krieges trat sie für die Sowjetunion bei Turnieren an. Georgien war Teil der Sowjetunion, das macht Georgien aber nicht zu Russland.

In einer Stellungnahme bekundet Netflix zwar Respekt gegenüber das Schachgroßmeisterin, verteidigen will sich der Streamingdienst trotzdem.

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"